Posts mit dem Label Verletzungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Verletzungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Der Verlust des Mitgefühls. Von Arno Gruen

Fast alle Bücher von Arno Gruen sind empfehlenswert, wenn auch nicht immer leicht zu lesen. Heutzutage würde man für dieses Buch wohl das Wort "Empathie" verwenden, also: "Der Verlust der Empathie".

Männerseelen - ein psychologischer Reiseführer. Von Björn Süfke

Einer der (wenigen?) seriösen Ratgeber für Männer, denn die Männerliteratur ist leider überfrachtet von "spirituellen" Büchern für Männer, die ihnen ihre "wahre Männlichkeit" oder "neue Männlichkeit" entwickeln helfen soll.

Aus Büchern wie diesem wird klar: wer auf der "Suche nach seiner Männlichkeit" ist, hatte höchstwahrscheinlich keine gute Beziehung zum eigenen Vater, denn sonst würde er sich einfach als Mensch annehmen.

Gesprächsgruppen selbst organisieren. Von Peter Jedlicka

In Zeiten der teuren und nur mit langen Wartezeiten verfügbaren Psychotherapie holt dieses Büchlein die Tools aus der humanistischen Psychologie der siebziger Jahre hervor, mit der Message: Gesprächsgruppen / Selbsterfahrungsgruppen kann man auch ohne TherapeutInnen selbst gründen.

Ausgesprochen wortgewaltig. Sam M. Lindner

Noch ein Buch zum Thema verbale Gewalt. Leider meist vergriffen. Fachlich aber auch nicht so präzise wie die Bücher von Patricia Evans (wer englisch kann: "The verbally abusive relationship" ist meist laufend lieferbar), in denen psychologische Hintergründe besser erklärt werden.

Neu anfangen nach einer Misshandlungsbeziehung

Hier noch ein Buchtipp zum Thema verbale Gewalt bzw. für Menschen, die sich aus einer Beziehung gelöst haben, in der Gewalt ein Thema war. AutorInnen: Meg Kennedy Dugan, Roger R. Hock.

Sehr erleichternd ist es, hier zu lesen, dass man nicht "blind" und "naiv" in eine Gewaltbeziehung gerutscht ist, sondern dass diese oft schwer erkennbar sind, weil schöne Phasen ("Honeymoon Phasen") mit Phasen der Gewalt abwechseln - das "Dr. Jeckyll und Mr. Hyde Muster" des Täters (der Täterin).

Ebenfalls erleichternd: Zu wissen, dass man durch eine solche Beziehung an Selbstsicherheit verloren hat, und dass sich diese wieder aufbauen lässt - was seine Zeit braucht.

Grundformen der Angst. Fritz Riemann

Eines der wichtigsten psychologischen Ratgeber überhaupt - mit einem irreführenden Titel, leider: denn in Wirklichkeit werden hier vier Persönlichkeitstypen und die Ursachen in der Kindheit sehr genau beschrieben.

Wie bei allen Typologien gilt wohl: jede/r hat wohl von den verschiedenen Typologien ein wenig, den "reinen Typus" gibt es nicht.

Aber: sehr erkenntnisreich! Eine gute Grundlage auch für Diskussionen in Partnerschaften über das Thema: Warum fanden gerade wir zwei uns so anziehend?

Liebe und Abhaengigkeit. Howard Halpern

Noch ein Buch zum Thema "Emotionale Abhängigkeit": diesmal: wie sie sich in Beziehungen auswirkt und wie man mehr Klarheit gewinnen kann, ob es sich um eine gesunde Liebesbeziehung handelt oder um eine, die von Abhängigkeit geprägt ist.

Worte die wie Schläge sind. Patricia Evans

Leider derzeit vergriffen, aber in Bibliotheken zu finden: ein wichtiges Buch über verbale Gewalt / verbalen Missbrauch. Allen zu empfehlen, die sich in einer Zweierbeziehung befinden, in der ein Partner oft laut wird, jedoch nie geklärt werden kann, was man denn selbst tun könnte, um den Streit zu vermeiden.

Nachtrag: Da das Buch derzeit vergriffen sein dürfte hier noch ein Tipp: Das weiter oben empfohlene Buch "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann ist ebenfalls sehr erhellend zum Thema verbale Misshandlung: der dort beschriebene "schizoide Typ" dürfte ziemlich exakt dem verbalen Aggressor / Agressorin entsprechen und der "depressive Typ" dem "idealen Opfer"  von solchen Menschen.

Das Drama des begabten Kindes. Alice Miller

Ein altes, aber wichtiges Buch (für viele: das wichtigste Buch von Alice Miller) über Dinge, die in der Kindheit passieren können, auch wenn diese im Nachhinein als "schöne Kindheit" bezeichnet wird: Über Verstrickungen vor allem mit Müttern, aber auch Vätern, die selbst ein "Thema", eine Bedürftigkeit in sich trugen und dem Kind Rollen zuwiesen, die einem Kind nicht zumutbar sind. Manches davon kann zu Depressionen führen, manches zu Beziehungsproblemen ...

Meine letzte Stunde. Andreas Salcher

Und hier gleich noch ein Buch von Andreas Salcher: Eines über die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod: der Endlichkeit des Lebens. Wer diesem Thema nicht ausweicht, kann sich noch zu Lebzeiten einige wichtige Fragen stellen und sein Leben ändern: hin zu mehr Sinn, zu mehr Zuneigung, zum Verzeihen, zum Engagement. Ein sehr inspirierendes Buch!

Der verletzte Mensch. Andreas Salcher

Ein wunderbares Buch, das den Verletzungen nachspürt, die es wohl im Leben jedes Menschen gibt - und den Strategien, wie man/frau mit ihnen umgeht. Es geht auch um Irrwege im Seminardschungel, um Resilienz, umVergebung und den Sinn des Lebens.